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Syzygy & Syzygy ante Navitatem Drucken E-Mail
Dienstag, 04. März 2008 um 11:30 Uhr

Syzygy ante Navitatem

In alten astrologischen Texten findet man immer mal wieder das Wort „Syzygy“ oder die Wörter „Syzygy ante Navitatem“, die auch mit „SAN“ abgekürzt werden.Hinter diesen unverständlich klingenden Bezeichnungen verbirgt sich eine ganz einfache Sache.

Syzygy wird in der klassischen Astrologie als Wort für Voll- bzw. Neumond benutzt. Dies wird abgeleitet aus dem griechischen „suzugia“ bzw. dem lateinischen „syzygia“, das so viel wie „Zusammenfügung“ bedeutet.
SAN oder Syzygy ante Navitatem ist nichts anderes als der vorgeburtliche Voll- oder Neumond. Je nachdem was vor der Geburt zuletzt stattgefunden hat – entweder der Vollmond oder der Neumond.

Astrologisch wertvoll ist der Gradpunkt auf dem der Voll- bzw. Neumond stattgefunden hat. Bei Neumond ist die Sache eindeutig, da Sonne und Mond in Konjunktion miteinander stehen. Beim Vollmond stehen die beiden Lichter einander gegenüber, weswegen es hier einer Definition bedarf.

Die klassische Astrologie als solche hat es zu keiner Zeit gegeben; daher scheiden sich auch hier die Geister. Ptolemaeus zu Folge wird das Licht gewählt, das zum exakten Zeitpunkt des Vollmonds über dem Horizont befindlich ist. Er schreibt: „…Und suche auf das sorgfältigste den Grad des Zodiaks, in welchem entweder die Konjunktion oder die Opposition desjenigen Lichtes stattgefunden hatte, welches zur Zeit der Geburt über der Erde sich befand…“1 Diese Textstelle kann für Verwirrung sorgen, wenn der Neumond an dem besagten Orte nicht über dem Horizont stattfand. Bei Neumond steht der Tierkreispunkt fest, da Sonne und Mond in Konjunktion stehen. Daher bezieht sich der zitierte Text von Ptolemaeus ausschließlich auf den Vollmond.

Doch es gibt auch klassische Astrologen, die grundsätzlich die Position des Mondes verwendeten unabhängig vom Stand über dem Horizont. Al Biruni ist z. B. einer dieser Astrologen.

Ich persönlich verwende bei Vollmond das Licht, welches zum exakten Zeitpunkt über dem Horizont steht, daher sichtbar ist und sich manifestieren kann.


zurück: Tetra Biblos, 3. Buch S. 140 nach der Übersetzung von Phillip Melanchton, Chiron Verlag 2. Auflage 2000
Zuletzt aktualisiert am Dienstag, 04. März 2008 um 11:36 Uhr