| Die Mondknoten in der klassischen Astrologie |
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| Montag, 03. März 2008 um 17:33 Uhr | ||||||||||||||||||
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Die Mondknoten werden in der klassischen Astrologie nicht so mannigfach in der Bedeutung verwendet, wie in der modernen Astrologie. In der modernen Astrologie hat der Mondknotenachse die Bedeutung von Karma, Kontakten und wird auch als Quintessenz des Horoskops verstanden. Diese Bedeutungen sind der klassisch westlichen Astrologie fremd und auch nicht unbedingt stimmig. Doch bevor wir uns damit beschäftigen, was der Mondknoten tatsächlich für eine Bedeutung hat, die in der Praxis auch überprüft werden kann, sollten wir uns damit auseinandersetzen, was die Mondknoten überhaupt sind. Was sind die Mondknoten? Mondbahn und Erdbahn sind nicht identisch. Die Bahn des Mondes ist gegenüber der Erdachse um ca. 5° geneigt. Somit schneidet die Mondbahn, in zwei sich exakt gegenüberliegenden Punkten, die Erdbahn – den sogenannten Knoten.
Der aufsteigende Mondknoten ist der Punkt, an dem der Mond von der südlichen Deklination nach Norden wechselt. Andere Bezeichnungen für den aufsteigenden Mondknoten sind Drachenkopf, Caput Draconis oder Nordknoten.
Die dick eingezeichnete Linie ist die Äquatorlinie. Wenn der Mond diese Stelle erreicht, dann befindet er sich im Schnittpunkt zwischen der Mond- und Erdbahn.
Der Mond befindet sich in dieser Horoskopzeichnung genau am aufsteigenden Mondknoten.
Die beiden Mondknoten befinden sich nicht auf einem festen Grad im Tierkreis, sondern sie bewegen sich im Jahr ca. 19° rückläufig durch den Tierkreis hindurch. Einen Umlauf durch den ganzen Tierkreis machen die Mondknoten in etwa 18,613 Jahren. Die Zeit, die der Mond benötigt, um vom Nordknoten zum nächsten Nordknoten zu wandern liegt bei 27 Tagen, 5 Stunden, 5 Minuten und 35,8 Sekunden. Mittlerer und wahrer Mondknoten Die wichtigste Bedeutung der Mondknoten
Der Grund für die Verfinsterung der Sonne ist, dass der Mond in das Sichtfeld zwischen dem Ort der Beobachtung auf der Erde und der Sonne tritt. Dabei verdeckt der Mond die Sicht auf die Sonne und wirft einen Schatten auf den Ort des Beobachters auf der Erde. Das bedeutet, dass eine Voraussetzung für eine Sonnenfinsternis die Konjunktion zwischen Sonne und Mond ist. Aus diesem Grund kann eine Sonnenfinsternis nur bei Neumond eintreten.
Von dem Mythos, dass ein Drache den Mond bzw. die Sonne verschluckt und wieder ausscheidet, leitet sich das Synonym Drachenkopf bzw. Drachenschwanz für den aufsteigenden bzw. absteigenden Mondknoten ab Der Orbis, den Sonne und Mond zur Mondknotenachse haben müssen, damit eine Finsternis entsteht, variiert je nach der Entfernung des Mondes von der Erde. Für eine Sonnenfinsternis gilt, dass für eine totale Sonnenfinsternis der Abstand zwischen dem Grad des Neumonds und der Mondknotenachse von 0° bis ca. 11°15´ betragen muss, wenn der Mond in der Erdnähe (Perigäum) steht. Steht der Mond hingegen Erdfern (Apogäum), ergibt sich beim selben Orbis eine ringförmige Sonnenfinsternis. Lilith, die jedem modernen Astrologen bekannt sein dürfte, ist hier das Apogäum – also die Erdferne des Mondes. Nicht mehr und nicht weniger, darüber hinausgehende Deutungen sind vielleicht gerade noch spannend zu lesen (z. B. „dunkle weibliche Seite“), doch ohne praktischen Wert. Somit haben wir die komplette Bedeutung von Lilith auch schon angesprochen. Bei Erdnähe des Mondes und einem Orbis zur Mondknotenachse von 11°15´ bis 15°21´, sowie bei Erdferne von 11°15´ bis 18°31´ ergibt sich eine teilweise (partielle) Sonnenfinsternis. Die totale Mondfinsternis ergibt sich bei Erdferne des Mondes bei einem Orbis von 0° bis 3°34´ und bei Erdnähe von 0° bis 6° zur Mondknotenachse. Eine teilweise (partielle) Mondfinsternis ergibt sich bei Erdferne des Mondes bei einem Orbis zur Mondknotenachse von 3°34´ bis 9°30´ und bei Erdnähe des Mondes von 6° bis 12°15´. Andere astrologische Bedeutungen der Mondknoten Im Werk von „Christian Astrology“ von William Lilly können wir nachlesen, dass der aufsteigende bzw. nördliche Mondknoten männlich und von der Natur des Jupiters und der Venus ist. Der absteigende bzw. südliche Mondknoten ist gegensätzlich, also weiblich und von der Natur Saturns und Mars´. Der aufsteigende Mondknoten wird in der klassischen Astrologie verwendet, um anzuzeigen, dass etwas sich vermehrt. Der absteigende Mondknoten zeigt an, dass sich etwas vermindert. Und diese Bedeutungen sind es, die in der klassischen Astrologie fast ausschließlich verwendet werden. Ob nun der absteigende oder der aufsteigende Mondknoten gut oder schlecht ist, hängt – wie immer in der Astrologie – vom Zusammenhang ab. Der aufsteigende Mondknoten in Angelegenheiten, in denen wir eine Vermehrung oder Steigerung wünschen ist positiv. Ist jedoch unser Wunsch nicht dieser Art, so ist auch der aufsteigende Mondknoten in seiner Art negativ. Um dies zu verdeutlichen ein Beispiel aus der Stundenastrologie. Wir wollen wissen, ob unsere Geldanlage Früchte bringt. Der Signifikator steht auf dem austeigenden Mondknoten – dies kann ein Indiz dafür sein, dass dem so ist (immer das Ganze betrachten!). Wenn der Zusammenhang ohne Belang ist, dann können wir davon ausgehen, dass der absteigende Mondknoten eher etwas Negatives und der aufsteigende Mondknoten etwas Positives anzeigt. Planeten, die in Konjunktion zum Nordknoten stehen, sind akzidentiell positiv, diejenigen, die in Konjunktion zum Südknoten stehen, sind akzidentiell negativ. Betrachtet werden nur Konjunktionen zum auf- oder absteigenden Mondknoten. Die ist auch logisch, da ein Sextil zum Nordknoten auch gleichzeitig ein Trigon zum Südknoten bilden würde. Ausnahme ist das Quadrat, was eine gewisse „Hin- und Hergerissenheit“ anzeigt, wenn ein Planet im Quadrat zur Mondknotenachse steht. Orben Das ist nun auch schon alles, was Sie über die Mondknoten wissen brauchen. Sie sollten nicht versuchen die Mondknoten zwanghaft in jedes Horoskop integrieren zu wollen. Entweder die bilden eine Konjunktion zu einem Planeten oder nicht. Und ob dies von Relevanz ist hängt in der Stundenastrologie stets vom Fragezusammenhang ab und in der Geburtsastrologie davon, was wir überhaupt betrachten wollen. Planetenknoten Zusammenfassung der Bedeutung:
Diese – im Vergleich zur modernen Astrologie – wenigen Bedeutungen der Mondknoten funktionieren in der Praxis wunderbar. |
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| Zuletzt aktualisiert am Montag, 03. März 2008 um 17:41 Uhr | ||||||||||||||||||


