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Die Lehre der Elemente Drucken E-Mail
Montag, 03. März 2008 um 16:53 Uhr

Die Lehre der Elemente ist sehr alt und letztendlich von Aristoteles zur Reife gebracht worden. Sie ist Grundlage für die Philosophie der Natur sowie auch der Charakterkunde oder Medizin geworden und aus diesem Zusammenhang heraus auch mit der Astrologie verbunden.

Die Elemente sind Warm, Kalt, Trocken und Feucht, die in ihrer Qualität erst einmal für sich alleine bestehen. Dabei ist das warme Element das, was Dinge der selben Art zusammen bringt allerdings alles bekämpft und zerstört, was aus verschiedenen Dingen zusammengesetzt ist. Kälte als Gegenstück ist nun die Kraft, die alles miteinander verbindet. Das trockene Element ist strukturiert, doch schwer begrenzbar bzw. formbar. Das Feuchte hingegen ist geschmeidig und biegsam und anpassungsfähig, jedoch ohne klare Struktur.

So ergibt sich dass, das Warme unterscheidend, ausdehnend, dynamisch, trennend und klärend zum Ursprung strebend ist, während das Kalte eher zusammenziehend, bindend und erstarrend ist. Das Trockene ist widerstandsfähig gegen jede Formung und Prägung während das Feuchte mehr eine fließende, unbegrenzte und weiche Art besitzt.

Das warme Temperament ist reich an Intelligenz und Schnelligkeit in der Rede und auch im Tun. Es ist mutig, cholerisch, ohne Angst und mitkräftiger Stimme. Macht starke Körperglieder und eine weiten Brustkorb sowie dicke Venen. Die Verdauung ist gut am Körper wenig Fett und das Immunsystem widerstandsfähig. Es besitzt eine starke genitale Potenz, die jedoch mit der Tagesaktivität abnimmt, wenn der Körper durch zu viel Tun überwärmt wird.

Das kalte Temperament zeigt sich durch einen geringeren Intellekt und eine innere Langsamkeit, die sich in Wortkargheit und Schwerfälligkeit im Sprechen auszeichnet. Es macht sehr ängstlich, bietet einen schwachen Kreislauf und macht mitunter feige. Die Körperglieder sind fein und die Venen dünn. Die Verdauung ist gering, am Körper viel Fett und der Teint eher blass. Macht empfindlich gegen Kälte.

Das feuchte Temperament besitzt Schwerfälligkeit im Denken und lässt die Sinne schnell getrübt sein. Zu viel Tatkraft tut ihm nicht gut. Die Körperglieder sind schlaff und Gelenke und Sehnen ohne Kraft. Eine zarte Haut doch starke Nervenanfälligkeit. Die Verdauung ist schlecht und die Augenlieder erscheinen zerweint.

Das trockene Temperament schenkt sehr aufgeweckte Sinne und bringt starken Widerstand sowie Durchhaltevermögen auch bei starker Beanspruchung. Ist allerdings sehr nachtragend. Die Sehnen und Gelenke sind stets sichtbar. Die Potenz ist gering ausgeprägt. Benötigt etwas mehr Flüssigkeit. Die Konstitution ist mental wie physisch hart im Nehmen.

Aus diesen vier Elementen lassen sich nun - lassen wir die sich widersprechenden außer acht - vier Kombination ableiten: warm/trocken, warm/feucht, kalt/trocken und kalt/feucht.

Feuer entspricht also warm/trocken während die Luft warm/feucht ist. Wasser entspricht kalt/feucht, während Erde kalt/trocken ist. Diese aus den Urelementen gebildeten Elemente bilden die Grundlage der vier Körpersäfte und Temperamente.

Dem Element Luft ist der sanguinische Typus zugeordnet, der freundlich und voller Anmut stolziert, doch etwas einfältig im Denken erscheint. Lachen und Schabernack sind genau in ihrem sinn. Die Sinne im allgemeinen sind schwächer ausgeprägt. Bei bedarf besteht aber eine enorme Handlungsbereitschaft, die bei den Langschläfern etwas verwundern mag.

Dem Element Feuer ist der Cholerische Typus zugeordnet, der somit sehr klug und erfinderisch sowie scharfsinnig daher kommt. Oftmals ist das Handeln übermütig und ohne groß nachzudenken wird viel gemacht. Die starke Leidenschaft macht mitunter auch schamlos und jähzornig.

Die Erde als Element wird dem melancholischen Typus zugeordnet, der einen starken Charakter aufweist und auch sonst standhaft und treu ist. Allerdings sind Ängste stark vorhanden und auch Depressionen können beobachtet werden. Mitunter auch hier eine starke Zorneslust, die jedoch besser als beim Feuerelement kontrolliert werden kann. Das Denken steht oft über dem Gefühl und ist der Verstand noch in der Jugend scharf und frisch, so baut er im Alter schneller ab.

Der phlegmatische Typus ist dem Element Wasser zugeordnet und macht langsam und träge in den Handlungen. Obwohl sie ausschweifen erscheinen sie passiv und kaum standhaft. Sie sind stark gefühlsgeleitet und auch sehr beeinflussbar. Die schwachen Sinne kommen den Langschläfern gelegen, die sich kaum in Wut versetzen lassen.

 

Eine Vertiefung der Elementenlehre finden Sie hier.

 


Zuletzt aktualisiert am Montag, 03. März 2008 um 17:11 Uhr