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Dodekatemorien - der Tierkreis im Tierkreis Drucken E-Mail
Dienstag, 04. März 2008 um 11:43 Uhr
Dodekatemoria
Der Tierkreis im Tierkreis - so könnten die Dodekatemorien auch genannt werden. Hierbei handelt es sich um eine - fast - schon in Vergessenheit geratene Einteilung des Tierkreises.

Im zweiten Buch der Astronomica von Manilius in den Versen 693-721 wird dieses System schon im ersten Jahrhundert n. Chr. beschrieben. Einiges deutet darauf hin, dass die Methode an sich wesentlich älter ist. Für diejenigen, die den Text lesen möchten, er lautet wie folgt:

"Lerne jetzt jene leicht fassliche, aber bedeutende Sache, die sich nur griechisch benennen ließ, kennen und die schon im Namen "Dodekatemoria" den Sachverhalt deutlich bezeichnet.
Während die Zeichen aus dreißig Graden pro Sternbild bestehen, teilt man nämlich noch einmal durch zwölf diese ganze Zahl dreißig. Nach aller Mathematik ergibt dann die Teilung der Grade zweieinhalb Grade pro Zeichen. Du kennst nun die Definition des Dodekatemorion, und zwölf solcher Teile hat jedes Zeichen; jener erhabene Schöpfer des Kosmos verlieh sie an die der Zahl nach genau sovielmal erstrahlenden Sterne, daß durch den Aufgabenwechsel die Zeichen verbunden und alle Zeichen in allen vorhanden sind und der Kosmos sich ähnelt; durch ihre Mischung sollte das Ganze harmonisch gelenkt sein und aus Gemeininteresse wechselseitiger Schutz sein.
Unter solchem Gesetz werden Erdenkinder geschaffen. Darum, obwohl sie im selben Sternbild geboren sind, zeigen Menschen verschiednen Charakter und gegensätzliche Wünsche, irrt die Natur oft zum Schlechteren ab und folgt einem Knaben gleich ein Mädchen: verschiedene Menschen bringt uns ein Sternbild, weil durch die weitere Teilung einzelnen Sternbilder schwanken, die in den Dodekatemorien ihre Grundkräfte ändern.
Nun will ich alle im einzelnen und ihre Abfolge künden, daß du nicht haltlos mit unbekannten Gestirnteilen fehlgehst.
Jedes Gestirn behält im eignen Bezirke den ersten Teil für sich selber, ans Nachbargestirn wird der nächste vergeben, schließlich erhalten die restlichen Teile die übrigen Zeichen, bis dem entferntesten Sternbild der letzte Bruchteil gewährt wird. Also behalten die einzelnen Zeichen in jedem Gestirne zweieinhalb Grade für sich, die Summe ergibt sich dann dadurch, daß für jedes Gestirn genau dreißig Teile verlangt sind."
Entnommen aus Manilius, Astronomica, Reclam Ausgabe von 1990.

Was bedeutet das nun im Klartext?

Jedes Tierkreiszeichen wird nochmals unterteilt in zwölf Teile á 2°30´. Und jeder Abschnitt bekommt dann ein Tierkreiszeichen zugewiesen - angefangen wird mit dem Tierkreiszeichen, indem es steht. Dadurch ergibt sich eine Mischung von zwei Tierkreiszeichen, die es ermöglich, Horoskopfaktoren noch deutlicher umschreiben zu können.

Die Vorgehensweise soll exemplarisch an dem Tierkreiszeichen Stier beschrieben werden. Das erste Dodekatemorion wird dem Zeichen zugewiesen in dem es sich befindet. Folglich sind 0° bis 2°30´Stier auch vom Stier besetzt. Nun geht es in der Reihenfolge der Tierkreiszeichen in 2°30´ Schritten im Tierkreis weiter.

Stier
 
0° bis 2°30´
Stier  
15° bis 17°30´
Skorpion
 
2°30´ bis 5°
Zwillinge  
17°30´ bis 20°
Schütze
 
5° bis 7°30´
Krebs  
20° bis 22°30´
Steinbock
 
7°30´ bis 10°
Löwe  
22°30´ bis 25°
Wassermann
 
10° bis 12°30´
Jungfrau  
25° bis 27°30´
Fische
 
12°30´ bis 15°
Waage  
27°30´ bis 30°
Widder
 
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Zuletzt aktualisiert am Samstag, 15. März 2008 um 16:17 Uhr